Nachhaltigkeit Dorothee Brunner Nachhaltigkeit Dorothee Brunner

Schwarzes Gold - wir haben es täglich in der Hand

Erdöl - ein kostbarer Rohstoff, der in vielen unserer täglichen Produkte verarbeitet ist. Wie Illustrationen das Bewusstsein für Ressourcenschutz schärfen können.

In Studien zur Glücksforschung wurde bekannt, dass wir Menschen eine ausreichende Lebensmittelversorgung, ein Dach über dem Kopf, ein Fahrzeug und eine gute Gesundheitsversorgung brauchen, um Glück zu empfinden. Ist das einmal erreicht, wird das Glücksempfinden nicht größer, egal wie viele Teile wir uns noch anschaffen und zusätzlich konsumieren. Interessant, oder?

Jetzt fragst du dich, was hat das mit Erdöl zu tun, auch als schwarzes Gold bezeichnet? Eine ganze Menge.

1. Wofür brauchen wir Erdöl?

Auch wenn wir de facto nicht mehr brauchen, um glücklich zu sein, steigt der Konsum Jahr für Jahr und trotzdem sind die Leute nicht zufriedener. Sprich, je mehr konsumiert wird, desto knapper werden die Ressourcen. Denn für unseren Konsum wird unter anderem Erdöl abgebaut. Erdöl - ein Rohstoff, der Hunderttausende bis Millionen Jahre braucht, um zu entstehen.

Erdöl schwarzes Gold

Weißt du wofür Erdöl alles gebraucht wird?

Klar als Kraftstoff, da kommt jed:r drauf. Fragst du dich auch manchmal, wie teuer eine Tankfüllung sein müsste, dass es richtig weh tut, das Auto zu benutzen? Dass wir nicht für den kürzesten Weg ins Auto steigen, sondern vielleicht doch eher das Fahrrad nehmen oder gar laufen? Klar, auch ich finde es mitunter deutlich bequemer eine Strecke trockenen Fußes zurückzulegen (und ich fahr auch sehr gerne Auto), aber ich frage mich tatsächlich jedes Mal vorher: Ginge es auch anders?

Vielleicht fällt dir noch das Heizkraftwerk ein, dass benötigt wird, um wiederum Elektrizität zu erzeugen.

Wusstest du, dass knapp ein Viertel aller Haushalte bei uns in Deutschland noch mit Öl heizt und selbst für die Warmwasserversorgung noch Öl benötigt wird? Der Umstieg auf eine andere Heiztechnik wird momentan mit hohen Zuschüssen belohnt, doch wieso sollte ein:e Vermieter:in diese Kosten auf sich nehmen, läuft doch die alte Heizung noch gar so gut bzw. zahlt das ja eh der Mieter oder die Mieterin.

Himmel nochmal, wie kann dieses Bewusstsein geschaffen werden, dass nicht nur der eigene Geldbeutel geschont wird, sondern im besten Fall unsere Umwelt? Seit 01. Januar 2021 muss auf Öl und Gas eine CO₂-Abgabe gezahlt werden. Zumindest hier gibt es jetzt Vorstöße, dass dies ab 01.01.23 der/die Vermieter:in zahlen soll, schließlich wird hier entschieden, welche Heizung eingebaut wird (bislang zahlt der/die Mieter:in diese Abgabe).

Weißt du eigentlich, wo du tagtäglich mit Erdöl in Berührung kommst?

Bei Dingen aus Kunststoff, denn viele Kunststoffe sind auf Erdölbasis gefertigt.

Der bekannteste Kunststoff – PVC – revolutionierte Ende der 30er Jahre ganze Industriezweige. PVC hielt rasch Einzug in den Alltag und bleibt bis heute unentbehrlich. Von Elektrogeräten, Computer, DVDs, über Kreditkarten bis hin zum Kinderspielzeug – täglich nutzen wir Gegenstände aus PVC, tragen sie am Körper, kämmen uns die Haare, bürsten uns damit die Zähne oder essen das Mineralöl in billiger Schokolade (auf fairen Kakaoanbau achten).

Rund 60 Prozent des in Deutschland produzierten PVC werden allerdings in der Baubranche eingesetzt, zum Beispiel für Fenster, Rohre, Dachbahnen, Kabel, Bodenbeläge, Schläuche, aber auch Asphalt, also Straßenbau benötigt Erdöl. Auch die Medizin kommt ohne PVC nicht aus – Bauteile für künstliche Herzklappen, Dialysekomponenten, Blutbeutel und viele andere Produkte bestehen aus diesem Stoff.

Ein weiteres Nebenprodukt aus Erdöl ist Polyurethan. Es bildet den Ausgangsstoff für Schaumstoffe aller Art, so wie sie zum Beispiel in Matratzen oder Sofas verarbeitet werden. Polystyrol bildet den Ausgangsstoff für Styropor.

Hingegen wird Polyamid – auch ein Nebenprodukt aus der Erdölfraktionierung – vor allem zu elastischen Fasern für Strumpfhosen, Bade- oder Sportbekleidung verarbeitet. Aber auch Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten gefilterte Kohlenwasserstoffe aus dem Rohstoff Erdöl.

“Puuuuhh….”, das ist echt verdammt schwer, als Konsument:in auf das alles zu achten. Doch es gibt sie ja schon, die innovativen Ideen, wie anstatt Erdöl andere chemische Produkte aus der Natur gewonnen werden können. Oder die Zahnbürste aus Bambus. Ein Stück weit hat man es als Konsument also schon in der Hand.

Vielleicht hätten wir uns retten können, aber wir waren zu faul, es ernsthaft anzupacken... und zu kleinkariert.
— Kurt Vonnegut (Schriftsteller)

2. Erdöl und sein langer Weg zu uns

Bis zu 2000 Meter tief unter der Erde befindet sich dieser kostbare Rohstoff. Mithilfe von Bohrinseln wird das Rohöl quasi angezapft. Über kilometerlange Pipelines wird es von den Produktionsstätten zu Raffinerien oder Häfen weitergeschickt. Dort wird das Rohöl in einen Öltanker gepumpt, der sich dann, je nach Entfernung, über mehrere Tage auf den Weg in ein Tanklager macht. Und wer kennt sie nicht, die Unfälle mit den Öltankern? Die dann zur nächsten Naturkatastrophe in den Meeren führen.

Zurück zum Transport. Vom Tanklager aus wird das Rohöl wieder über Pipelines in hiesige Raffinerien geleitet, um dort je nach Verwendung weiterverarbeitet zu werden. Und dann wird mit diesen entstandenen Mischkomponenten eben Benzin, Flugzeugtreibstoff, Heizöl, Kunststoff, Strom, Kleidung und so viel mehr hergestellt. Wahnsinn, oder?

Jetzt verstehst du bestimmt auch, warum Erdöl auch schwarzes Gold genannt wird.

3. Illustrationen für mehr Nachhaltigkeit

Und wieder stellt sich die Frage, was diese Informationen mit Illustrationen zu tun haben? Weil ich davon überzeugt bin, dass es sich zu kämpfen lohnt. Für eine klimagerechte Welt und einen zukunftsfähigen Lebensraum für unsere Kinder. Immerzu die gleichen Stockfotos und Darstellungen, die niemand mehr richtig anschaut - Zeit für berührende Bilder.

Mit meinen Illustrationen will ich aufrütteln, andere Wege aufzeigen und einfach das Bewusstsein schärfen, für unser tägliches Handeln. Vielleicht beim nächsten Griff zur Zahnbürste.

Was treibt dich an? Sicherlich stimmst du mir zu und willst auch die Welt besser machen. Dann nimm doch gerne Kontakt auf, denn mit Bildern erreicht man die Menschen mitunter schneller und besser.

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Am seidenen Faden - mit Illustrationen den Klimawandel stoppen?

Wie Illustrationen einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt leisten und den Klimawandel aufhalten können.

Kennst du die Inhalte des aktuellen Weltklimaberichts? Die Aussichten darin sind nicht sonderlich aufbauend. Das 1,5 Grad Ziel könnte schon in den nächsten 10 Jahren verfehlt werden. Wie können wir das verhindern? Und was können Illustrationen dazu beitragen?

Erdkugel Klimawandel

1. Ausgangslage

Klar, auch ich freue mich über sommerliche Temperaturen im März, doch gleichzeitig denk ich mir: Hoppla, da stimmt doch was nicht.

Neulich fragte mich eine Freundin: “Wie soll ich denn einen Beitrag dazu leisten, dass der Klimawandel gestoppt wird?”

Meine Antwort darauf war: “Jede:r kann etwas tun. Sei es im Kleinen oder im Großen”

“Puuuhh”, denkst du dir. “Schon 100 mal gehört”. Doch es ist tatsächlich so. Zum Einen indem wir unsere Gewohnheiten hinterfragen und anpassen, zum Anderen indem wir uns aktiv mit der Wirkung unseres Tuns und unseres Konsums auseinandersetzen. Brauch ich jetzt wirklich ganz dringend das xte Teil “Made in China”? Kann ich den Weg nicht doch auch mit dem Rad zurücklegen?

Die Wahrheit ist: Wenn jede:r einzelne von uns diese Fragen im Hinterkopf behält, in was für einer Welt würden wir und vor allem die nachfolgenden Generationen leben?

Der Weltklimabericht

Vor acht Jahren wurde der letzte Weltklimabericht veröffentlicht. Die finale Fassung erscheint Ende 2022, doch bereits im August 2021 und jetzt im Februar 2022 sind die Inhalte publik gemacht worden. Die Aussichten sind nicht gerade rosig. Bereits Anfang der 2030er Jahre wird das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, gerissen werden. Dieses Ziel haben sich die Staaten mit dem Klimaabkommen von Paris gesetzt gehabt.

Wie auch immer wir die Daten hin und her wenden, wir haben nur ein Jahrzehnt, um die CO2-Wende zu schaffen und die Menschen noch vor den größten Risiken des Klimawandels zu schützen
— Johan Rockström (designierter Chef des Potsdam-Instituts für Klimaforschung)

Was bedeutet das?

Treibhausgasemissionen

Die erhöhten Treibhausgasemissionen werden zu vermehrten Naturkatastrophen führen: Überschwemmungen, Hitzewellen, Unwetter, Brände etc. Große Teile der Erde werden nicht mehr bewohnbar sein bzw. werden nicht mehr ernährt werden können. Die globale Nahrungsmittelproduktion wird durch Hitzewellen und Dürreperioden eingeschränkt.

Meeresspiegel

Sollte der Ausstoß der Treibhausgasemissionen nicht begrenzt werden, wird der Meeresspiegel bis 2100 um 60—110 cm steigen. Was heißt das konkret, vor allem für die nachfolgenden Generationen? Alles wird weiter auftauen, Gletscher, Permafrostböden (tauen diese, wird Methan freigesetzt, was wiederum die Treibhausgasemission erhöht und dadurch die Erde erwärmt), die Meere werden wärmer. Überflutungen, Lawinen, Erdrutsche, Waldbrände - all das wird zunehmen und hat somit direkte Auswirkungen auf uns Menschen. Nehmen wir den Wald als Beispiel. Bäume speichern Kohlenstoff, reinigen die Luft, speichern Wasser im Boden und regulieren somit das Klima. Fallen diese Bränden zum Opfer, erhöht sich demnach die Temperatur auf der Erde. Egal wie man es dreht und wendet und welchen Sektor (Landwirtschaft, Tourismus, Verkehr usw.) man unter die Lupe nimmt, Verlierer ist am Ende immer unsere Lebensgrundlage, und damit der Mensch.  

2. Klimawandel stoppen

Wie das geht? Indem wir an allen Stellschrauben drehen, die uns zur Verfügung stehen. Das betrifft unsere Landwirtschaft, unsere Industrie, unseren Verkehr, das Baugewerbe und unsere Energieversorgung. Das sind natürlich alles große Stellschrauben, die die Politik drehen sollte.

Und wie erreichen wir die Politik? Mit unserer Stimme - unsere Stimme auf die Politik und dem Erlass entsprechender Gesetze. Denn wer wegschaut und desinteressiert ist, erreicht auch nichts. Gerade heute, wo sich so vieles online abspielt, können doch viel mehr Menschen erreicht werden. 

3. Grüne Illustrationen

Wie oft bekommen wir diese ganzen Informationen zu hören? Und wie werden diese Sachverhalte greifbar, kurz wie erreicht man Menschen? Unter anderem mit Bildern. Bilder erreichen uns viel viel schneller und direkt auf einer emotionalen Ebene.

Bilder können aufrütteln, neue Perspektiven aufzeigen, Emotionen erwecken uvm. Mit Bildern kann ich jeden noch so komplexen Sachverhalt auf ein einfaches Medium reduzieren und alle Menschen, ganz gleich welchen Bildungsstands erreichen.

Du hast auch eine Mission und willst die Menschen wachrütteln? Na dann lass uns anfangen, zusammen machen wir deine Vision sichtbar: Kontakt aufnehmen.

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